Bestandsaufnahme
18. Dezember 2009
Es schneit. Mein Dachfenster ist so voller Schnee, dass ich nicht mehr wirklich etwas sehen kann. Einen Blogeintrag machen – das steht schon eine Weile auf meiner mentalen To-Do-Liste, und seit genau 2 Tagen auch auf der schriftlichen. Trotzdem komme ich nicht umhin, der Tatsache, dass ich gerade “Julie&Julia” gesehen habe eine gewisse Bedeutung beizumessen, denn schließlich, tatsächlich: hier ist er, ein Blogeintrag.
Ich wünschte ich wäre in der Lage gewesen regelmäßig weiterzubloggen während der letzten Wochen. Im Nachhinein verstehe ich auch nicht mehr so ganz, warum ich es nicht konnte. Aber so ist es immer. Die schriftlichen Prüfungen sind mittlerweile über- und bestanden. Und die mündliche Prüfung verlangt zwar einiges an Vorbereitung, aber sollte keine größeren Katastrophen hervorrufen. Momentan läuft alles sehr gut. Was nun die Frage aufwirft: Was kommt jetzt?
Hier auf jeden Fall erst einmal ein kleiner Eindruck vom Dezember:
Mein Essverhalten war und ist noch nicht sonderlich vorbildhaft. Auch wenn es natürlich mittlerweile wieder besser ist als in der direkten Prüfungsphase. Die alljährliche Weihnachtsschokolade hat sicher auch ihren Anteil daran, dass ich wieder einmal kurz vor meiner persönlichen Gewichtsobergrenze stehe, aber das kennt man ja schon.
Auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut dieses Jahr ein kleines Nikolauspäkchen von meinen Eltern zu bekommen, das ich dann am 6. morgens im Bett geöffnet habe.
Gegengesteuert wurde mit Obst, so oft es ging – ich habe dieses Jahr bisher nur leckere Mandarinen gehabt. Bemerkenswert.
Ich war auch oft spazieren, auch während der Prüfungsphase. Spaziergänge sind für mich ein totales Grundbedürfnis und ich genieße nur wenig so, wie einen erfrischenden, möglichst mindestens 30minütigen Spaziergang am Rhein bei gutem Wetter. Meistens hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber letztens ist es mir doch gelungen diese wunderschöne Szenerie festzuhalten.
Gekocht habe ich auch, nur bin ich kaum mehr dazugekommen neue Rezepte auszuprobieren. Was mir mittlerweile sogar fehlt. Standardgerichte waren: Kartoffelsuppe, Erbsensuppe, Bolognese, … Milchreis gab es auch mal, ebenso wie Pizza. Die Klassiker eben. Ich habe sehr leckere Vollkorn-Penne im Supermarkt entdeckt.
Ich habe auch wieder sehr viel zum Ausgleich in “Lebenskunst” bzw, “Selbsthilfe” – Büchern gelesen. Eines, das meiner Meinung nach herausragt ist von Judith Sixel und heißt “Manage your life“. Da ich mich mittlerweile recht intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt habe, gab es nicht allzuviel Neues, aber es war sehr gut zusammengefasst, neu geordnet und verständlich vermittelt. Ich werde vorm Jahreswechsel versuchen anhandieses Buches mein Leben ein bißchen besser in den Griff zu bekommen: Lebensziele festlegen, die fünf Lebensbereiche analysieren und Ideen sammeln, was ich mit meinem Leben eigentlich möchte. Ich denke, ich weiß, was ich möchte, aber es geht darum konkrete Pläne zu machen und … nun ja, sich zu sammeln vor dem Neuen Jahr, was unweigerlich, mit dem Abschluß des Studiums eine neue Lebensphase einläuten wird. Nur fehlt bisher eben auch die Zeit das ausführlich zu tun.
Und schon übermorgen fahre ich zu meiner Familie für die Feiertage. Ich würde wirklich gern bloggen, allerdings fällt mein Notebook buchstäblich auseinander und ich weiß noch nicht, wie umständlich es wäre vom Familiencomputer aus zu bloggen. Mal sehen.
Auf jeden Fall habe ich es sehr vermisst. Ich hoffe, dass, sobald ich mein Leben etwas geordnet und mit Zielen bestückt habe, ich auch eine Antwort auf die Frage finden werde, wie ich den Blog weiterführen will. Denn, das Wie nicht das Ob ist die eigentliche Frage!
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Schlagworte: aufwärts, Leben, Prüfungen, Schokolade, Spazieren gehen, ungesunder Schokoladenkonsum, Wohlfühlen




